Pscht! Einst gehörte das Geschnatter der Gänse zum Alltag in den burgenländischen Ortschaften. Dann wurde es lange still um das Tier. Ein Glück, dass die Weidegans zurück ist.

Gans viel Geschmack: Martinigansl im Burgenland

Christoph Schwarz, 24.10.2024

Der Heilige Martin sorgt im Herbst für ein kulinarisches Highlight. Dafür sorgen der Heurige, der beim »Martiniloben« zum Verkosten freigegeben wird, und natürlich das Gansl, das im Burgenland auf eine ganz besondere Geschichte zurückblicken kann.

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Die (kulinarische) Ernüchterung erfolgt gleich zum Auftakt. So »wirklich viel entgegenzusetzen« habe die Gans ihren beliebten gefiederten Freunden – der Ente, dem Bressehuhn oder gar dem feinen Täubchen – nicht. Das sagt nicht irgendjemand, sondern der burgenländisch-französische Spitzenkoch Alain Weissgerber, der mit seinem »Taubenkobel« in Schützen am Gebirge zur kulinarischen Elite des Bundeslands zählt. Ein Plädoyer gegen das Martinigansl also? Und das noch dazu im Burgenland? Nein, natürlich nicht. Das wagt nicht einmal der Spitzenkoch. Bei der Gans ist es »die Tradition, die zählt«, sagt Weissgerber. »Und wenn man ein Spitzenprodukt, wie man es im Burgenland findet, verwendet und sich mit dem Tier wirklich beschäftigt«, dann wird aus der Gans ein vorzügliches Festmahl.

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