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Südengland zu Beginn des 17. Jahrhunderts. In einem Städtchen unweit von Windsor Castle frönt ein Genussmensch par excellence verschwenderischem Lebensstil. Sir John Falstaff ist ein gewichtiger Schlemmer, strotzt vor Selbstüberschätzung und ist in allerlei Machenschaften verwickelt. Berühmtheit erlangt er aber durch seinen unstillbaren Hunger. William Shakespeare hat die Figur als Archetyp seiner Epoche erfunden: Indem sich Falstaff Unmengen an Speis und Trank einverleibt, drückt er seine Zugehörigkeit zur gehobenen Klasse aus, die es sich im Gegensatz zu all den anderen Hungerleidern, der großen Mehrheit der Bevölkerung, leisten kann, im Überfluss zu leben. Ist der Geldbeutel mitunter auch klamm, an einem üppigen Mahl darf es nie mangeln.
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