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Was dem Fußball Recht ist, mag der Weinwelt nur billig sein: Während auf dem Rasen die Stars von morgen in »U21«-, »U19«- oder gar »U16«-Mannschaften aufeinandertreffen, braucht es im Weinberg und Keller naturgemäß etwas länger, bis sich ein Talent manifestiert. Daher liegt die Altersgrenze für unseren Nachwuchs-Wettbewerb bei 30 Jahren. Die Idee aber ist genau die gleiche wie beim liebsten Ballsport der Deutschen: Die Jugend soll sich zeigen und beweisen können. Dass sie das oft bereits mit erstaunlicher Reife tut, ist ein Phänomen, das selbst noch relativ jung ist, vielleicht zehn oder maximal 15 Jahre alt. Ein Jungwinzer Anfang 20 lieferte neulich im Gespräch mit Falstaff eine plausible Erklärung für diese Dynamik: »Ich selbst und viele Freunde in meinem Alter dürfen schon ziemlich viel selber machen. Ich glaube, das liegt daran, dass die Generation unserer Großeltern ziemlich meinungsstark war und unseren Vätern nicht viel Freiraum gelassen hat. Jetzt wollen sie es bei ihren eigenen Kindern besser machen.«
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