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Die Umgebung von Düsseldorf ist nicht gerade reich an idyllischen Seen. Der malerische Hariksee, eine halbe Autostunde entfernt, ist eine Ausnahme. Nicht nur die intakte Natur des Schwalmtals, sondern auch »Römers Restaurant« (früher »Kupferkanne«) macht das Dörfchen Brempt zu einem lohnenden Ziel. Wenige Hundert Meter vom See entfernt kocht Hans-Peter Römer frisch, leicht und teilweise auch raffiniert. Den Auftakt macht ein witziges Amuse-Bouche, bestehend aus einem Bällchen aus Schweine- und Rindfleisch, Koriander und Soja, das mit milchig-weißen Reiskörnern gespickt ist. Danach kommt ein perfektes Sashimi vom Lachs, das ideal mit dem Chili-Ananas-Chutney harmoniert. Die hausgemachte Pasta mit reichlich Sommertrüffel ertrinkt glücklicherweise nicht in der Sahnesauce. Die anschließende Fischplatte aus Kabeljau, Scholle und Lachs ist hingegen nur Standard, das Gemüse nicht ausreichend gegart. Über diese kleine Enttäuschung hilft das feine Dessert hinweg. Perfekt sind die in Portwein eingelegten Feigen, die mit einer ausgesprochen vanilligen Mousse in Würfelform kommen. Das viergängige Menü ist mit knapp 50 Euro sehr fair kalkuliert. Die Weinkarte mit zahlreichen Gewächsen aus dem Südwesten Deutschlands, dazu Italien sowie Frankreich ist zwar überschaubar, dafür aber erschwinglich. Inhaberin Maria Römer sorgt seit Jahren nicht nur für das kitschfreie Interieur in der umgebauten Villa, sondern auch für den unaufdringlichen, eleganten Service, den nicht nur die vielen Stammgäste schätzen. Wenn an sonnigen Tagen die Terrasse gefüllt ist, wirkt der Service manchmal leicht überfordert. Dann ist Geduld angesagt. In so einem romantischen Garten bei einer solchen Küche fällt das aber leicht. (HPS)
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