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Der Schwabe Hans-Harald Reber hat in seinem denkmalgeschützten Landgasthof aus dem Jahre 1805 geschafft, was nur wenigen gelingt: Er verbindet kreativ das kulinarische Erbe seiner Schwäbisch-Hohenloher Heimat mit der mediterranen Leichtigkeit. Wer in seinem terrassenförmigen Sommergarten, umgeben von Buchsbäumchen und allerlei Kräutern, speist, ist dem kulinarischen Paradies tatsächlich sehr nah. Auftakt ist eine kreativ gewürzte Fischlasagne auf einem Beet grüner Bohnen, dazu ein Kräutersalat und in Aspik eingelassenes Gemüse mit Fischeiern. Die Kombination sorgt für eine Geschmacksexplosion im Mund. Danach folgt ein perfekt gebratener Zander auf Kohlrabi – leicht und intensiv. Schließlich versüßt ein Dreierlei von der Weißen und Roten Johannisbeere mit komplexen Aromen den Abschluss. Reber ist ehrgeizig und leidenschaftlich, kauft das Beste in Süddeutschland und Österreich (Rind von der Schwäbischen Alb, Mangalitza-Schwein) ein und hat sich mit seinem Stil viele Stammgäste erkocht. Sie schätzen auch seine bodenständigen Klassiker wie die schwäbischen Maultaschen mit Zwiebelschmelze in der Brühe oder seinen schwäbischen Zwiebelrostbraten vom Rinderrücken samt Spätzle und Maultäschle. Die opulente Weinkarte reflektiert Rebers regionale Leidenschaften. Es gibt viele renommierte, auch innovative Tropfen aus Baden und Schwaben sowie zahlreiche Klassiker aus Italien. Liebhaber französischen oder spanischen Weins werden eher enttäuscht sein. Der meist junge Service agiert aufmerksam, umsichtig und herzlich. Überraschend ist das Interieur. Hinter der historischen Fassade mit schmucken Fensterläden verbirgt sich ein minimalistischer, nüchterner Gastraum ohne Schnickschnack. (HPS)
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