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In den Sommernächten staut sich an der Steilwand die feuchte Luft. Von den Nordwestwinden wird sie dann über die Inselkante gehoben und kondensiert auf dem Weg über das Festland nach Südosten durch eine dezente Abkühlung ab. Auch nach den wärmsten Nächten sind die Weingärten Santorins von einem zarten Morgentau überzogen. Die speziellen Böden wirken wie ein Schwamm und sind in der Lage, die Feuchtigkeit für die Reben einzufangen. Was auf den ersten Blick wie eine unfruchtbare Mondlandschaft aussieht, ist in Wahrheit eines der besten Terroirs für hochwertige Weine überhaupt. Die Qualitätsdichte der Weine auf der Vulkaninsel Santorin in Griechenland ist nicht zu übertreffen. Die gesamte Insel ist mit Weingärten bedeckt, in denen die Reben – in unverwechselbarer Kouloura-Korbform geflochten – den heißen Winden trotzen. Santorin ist das Reich der edlen weißen Rebsorten Assyrtiko – eine, die aromatisch zwischen Riesling und Chardonnay angesiedelt ist und die es im mediterranen Klima schafft, eine frische Säurestruktur mitzubringen. Gut ein Dutzend Abfüller stellt die begehrten Weine mit geschützter Herkunft »Santorini« her. Die enorme Nachfrage im In- und Ausland machen diese finessenreichen Weine zu jenen mit dem höchsten Durchschnittspreis. Doch keine Sorge, das Preis-Leistungs-Verhältnis der griechischen Weine ist an sich unschlagbar, und auch die Kosten für die allerbesten Assyrtikos sind keinesfalls übertrieben.
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