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Es war einmal vor langer, langer Zeit ein Königreich, das sich auf das Keltern der feinsinnigsten Weine verstand. An steilen Hängen pflegten die Weinbauern ihre Rieslingstöcke, bis sie im Herbst kleine goldene Träubchen ernten konnten. Die brachten sie in ihre tiefen, dunklen Keller und pressten sie, legten den Most in alte, aber peinlich sauber gehaltene Fuderfässer und ließen ihn so weit gären, bis ein faszinierendes Spiel aus Süße und Säure im Wein auszumachen war. Dann stoppten sie die Gärung und lagerten diese unvergleichlich fruchtigen Weine noch einige Zeit im Fass, ehe sie sie in Flaschen abfüllten und den Weinkennern ihrer Heimat wohlfeil boten. So könnte die Geschichte über Hanno Zilliken beginnen, den Falstaff dieses Jahr für sein Lebenswerk geehrt hat. Und wie auch so oft in Märchen, würde die Geschichte mit einer schicksalshaften Wendung fortsetzen: Als ein boshafter König an die Macht kam, da gab es Krieg, und die Brücke wurde bombardiert, neben der die Gebäude und die Keller eines der besten Winzer dieser Gegend lagen. Gemeinsam mit der Brücke fielen auch Haus und Keller dieses Winzers in Schutt und Asche. Um weiter Wein machen zu können, musste er praktisch von null beginnen. Mitten in einem Wohngebiet der Ortschaft wagte er einen Neuanfang, in einem Einfamilienhaus, das zwar klein war, aber doch immerhin tiefe Keller besaß.
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