Helmut und Hannelore Kohl mit dem letzten sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow und seiner Frau Raissa 1990 im »Deidesheimer Hof«, Helmut Kohls Lieblingsgasthof.

Helmut Kohl: »Alles was ich esse, macht dick«

Judith Hecht, 17.07.2023

Als Regierungschef hat Helmut Kohl die deutsche Wiedervereinigung möglich gemacht, Konflikte löste der »ewige Kanzler« am liebsten am Gasthaustisch – vorzugsweise bei Saumagen und einem guten Glas Pfälzer Riesling. Und seinen Urlaub verbrachte er jedes Jahr am Wolfgangsee.

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War der Bundeskanzler urlaubsreif, reiste er mit Sack und Pack an den Wolfgangsee. Mehr als drei Jahrzehnte lang, von den frühen 1970ern, als er noch Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz war, bis in die späten Neunzigerjahre verbrachte Helmut Kohl gemeinsam mit seiner Familie so gut wie jeden Sommerurlaub in St. Gilgen. Vier Wochen lang genoss der längstdienende Kanzler der Bundesrepublik Deutschland die Natur und labte sich an den kulinarischen Schätzen der Region. Seine Amtsgeschäfte erledigte er, so es die Umstände zuließen, zwischen Frühstück und Jause. Und selbst politische Kaliber wie die britische Premierministerin Margaret Thatcher, die eigens ins Salzkammergut gereist war, um Kohl zu treffen, wurden mit dem Hinweis auf einen »dringenden Termin« hinauskomplimentiert, wenn dem Genussmenschen Kohl nach einem Ausflug in die örtliche »Konditorei Dallmann« war. Der Wolfgangsee war Helmut Kohls Jungbrunnen.

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