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Die Heurigen sind immaterielles Kulturerbe und Institution, jedoch nicht verstaubt. Sie werden ge- und belebt, in ihnen werden Bräuche und Feste ins Heute übersetzt. Die Weine sind besser und vielfältiger geworden, auch durch die gestiegene Nachfrage nach hoher Qualität seitens der Gäste. Ein Beispiel für gelebte Tradition ist der Heurigen der Hauer-Dynastie Wolff in Wien Döbling, wo Zuckerbäcker Gerhard Wolff bereits nach dem Krieg allabendlich kleine Köstlichkeiten in den Weinschenken anbot. Aus zwei Häusern wurde später ein imposanter Heuriger. Er ist es bis heute geblieben, die Nachfolge ist gesichert. Was der Generationenwechsel mit sich bringt: Die neue Führungsriege ist oft weiblich wie im Heurigen von Familie Taferner oder bei den »wilden Schwestern« vom Gleichenberger Kellerstüberl.
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