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Der Anbau von Speisepilzen ist keine Erfindung unserer Tage: Schon zu Zeiten Ludwigs XIV. kamen findige Gärtner auf die Idee, Champignons zu züchten. Denn diese heute fast schon zur Massenware gewordene Pilzart galt damals als große Delikatesse und war entsprechend beliebt und gesucht. Kein Wunder also, dass auch der Sonnenkönig Champignons auf seinem Speisezettel haben wollte. Die Gärtner hatten beobachtet, dass Champignons auf abgeernteten Melonenfeldern und auf dem Dünger von Gemüsebeeten wuchsen, was sie auf die Idee brachte, es einmal mit der Kultivierung dieser Pilze zu versuchen. Schnell kamen sie dann darauf, dass es den Champignons in der Dunkelheit besser gefällt, und von da an wurden diese in Kellern und Gewölben angebaut. Gerade die Pilze vom Hof Ludwigs, die »Champignons de Paris«, galten als besondere Delikatesse.
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