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Gourmets denken bei Christofle zuerst an Blut. An zerquetschte Herzen, brechende Karkassen, zermalmte Fleischreste. Das alles mit einem ordentlichen Schuss Cognac versehen – schon steht eines der berühmtesten Gerichte der Kochgeschichte servierbereit: Canard au sang, Blut-Ente. Etwas euphemistischer auch »Caneton à la presse« genannt. Möglich wurde dieses kulinarische Ereignis durch ein mindestens 20 Kilo schweres, imposantes Küchenaccessoire, neben dem eine andere französische Erfindung, nämlich die Guillotine, beinahe freundlich anmutet: die Presse de Canard, die Entenpresse. Die berühmtesten Exemplare stammen aus dem Haus Christofle, sind aus galvanisiertem Silber und heute nicht unter dem Preis eines Oberklassewagens zu haben. Erst im Mai vergangenen Jahres versteigerte das Pariser Auktionshaus Artcurial eine Entenpresse des französischen Edelsilberherstellers um 40.200 Euro, die zuvor im Pariser Restaurant »La Tour d’Argent« gedient hatte.
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