Werbung
Geschwollene Schleimhäute, aufgedunsene Augen, unvermittelt auftretende Schmerzen: Irgendwann wusste Monika Maria Eller nicht mehr weiter. Ein Arzt schickte sie zum nächsten, und keiner konnte ihr wirklich helfen. Als Eller schon dabei war zu verzweifeln, äußerte ein Spezialist den Verdacht, dass sie an Histamin-Intoleranz leiden könnte. Eine Blutentnahme brachte Gewissheit. Seither hält sich die ausgebildete Diplom-Kauffrau an eine histaminarme Diät – und ist weitgehend frei von Beschwerden. Tabu sind beispielsweise Tomaten, Spinat, Avocados, Wurst, lang gereifte Käse (etwa Parmesan), Fischkonserven und vieles andere. »Nur auf ein Glas Wein möchte ich auf keinen Fall verzichten«, so Eller. Daher nahm sie die Versorgung mit geeigneten Weinen selbst in die Hand. Glücklicherweise besitzt die Familie ihres Ehemanns zwei Weingüter in Rheinhessen. Exklusiv für Eller und den von ihr aufgebauten kleinen Weinhandel produzieren ihre Verwandten dort Weine, bei deren Kelterung und Ausbau Histaminquellen so weit wie möglich ausgeschaltet werden. So werden beispielsweise nur kerngesunde Trauben verwendet, die Vergärung geschieht mit Reinzuchthefen im Stahltank, und der biologische Säureabbau (der durch die Tätigkeit von Milchsäurebakterien Histamin bilden kann) wird von vornherein unterbunden. Wie Histamin wirkt, das kennt jeder Mensch: Beim Kontakt mit einer Brennnessel, nach einem Mückenstich, bei der Seekrankheit – stets bildet der menschliche Körper als Reaktion auf äußere Reize Histamin, mit unangenehmen Folgen. Doch nicht nur der menschliche Körper bildet Histamin – der Stoff steckt auch in vielen Nahrungs- und Genussmitteln und wird beim Essen und Trinken aufgenommen. Normalempfindliche merken von dieser Histamin-Zufuhr nur selten etwas. Höchstens nach kräftigem Alkoholgenuss kann einem einmal der Schädel brummen – meist durch eine Wechselwirkung mit stark histaminhaltigen Speisen.
Werbung