Jugend ohne Wein: Über sinkenden Weinkonsum & neue Trinkgewohnheiten

Peter Moser, 15.05.2026

Der Weinkonsum ist bereits seit Jahren rückläufig. Ein Trend, der viele Ursachen hat. Die Generation Z ist schuld, so heißt es. Die jungen Leute von heute trinken wenig bis keinen Wein. Aber stimmt das so? Nein, meint Wein-Chefredakteur Peter Moser, ganz und gar nicht.

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Die jungen Konsumenten trinken heute anders als noch vor einigen Jahrzehnten. Das veränderte Trinkverhalten wirkt sich vor allem bei den Burschen und jungen Männern aus, die immer öfter komplett oder teilweise auf Alkohol verzichten. Der Gruppenzwang nach dem Motto »Wer nicht mittrinkt, gehört nicht dazu!« ist heute passé. Was zudem als Konsumbremse wirkt, sind die Preise, die heute den Wein für junge Leute mit schmaler Brieftasche nicht gerade attraktiver machen. Dazu kommt, dass die Alternativen, seien sie mit oder ohne Alkohol, oftmals preiswerter über den Tresen gehen. Die junge Generation trinkt nicht weniger, sondern anders, und das hat viele Gründe. Ein Aperol Spritz (0,25 l) kostet heute in der Wiener Gastronomie zwischen 5,20 und 7,50 Euro, ein Viertelliter Gelber Muskateller schlägt sich mit 11 bis 16 Euro zu Buche, ein Seidel Bier (0,33 l) ist um rund 4,50 Euro zu haben. Der klassische Weiße G’spritzte kostet in der Bundeshauptstadt zwischen 2,90 und 4,50 Euro, die Herkunft des Weines ist meist ungewiss, und nicht selten handelt es sich um italienischen Lugana aus dem KEG-Fass.

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