Das Fleisch von Kaninchen 
ist schmackhaft – aber kann man es mit gutem Gewissen essen?

Kaninchen ohne Bedenken?

Tobias Müller, 15.09.2016

Ihr Fleisch ist schmackhaft und gesund – dennoch lehnen viele ein Kaninchen auf dem Teller ab. Ob mit gutem Grund, hat Falstaff bei Experten nachgefragt. Und liefert eine überraschende Antwort.

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Wenn der Herbst kommt und die Tage kürzer und das Wetter kühler wird, ist der ideale Zeitpunkt, um ein Kaninchen zu kaufen – und sich mit ihm einen schönen Tag lang in die Küche zurückzuziehen. Denn es ist wohl das einzige Säugetier, das auch in einer normalen Küche komplett verarbeitet und verkocht werden kann. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches, köstliches Menü – und der Weg dorthin macht riesigen Spaß. Das Tier hat einen wunderbar feinen Eigengeschmack, der sich mit wenig anderem vergleichen lässt. Ähnlich wie Huhn ist es neutral genug, um zahlreichen Saucen und Gewürzen eine zarte Bühne zu bieten. Die saftig-fleischigen Hinterläufe lassen sich wunderbar im Ofen schmoren oder confieren. Der zarte Rücken ist perfekt geeignet, um kurz und rosa gebraten zu werden. Vorderläufe, Bauch und Kopf geben genug Fleisch für köstliche Rillettes, die Knochen sorgen für einen aromatischen Fond. Und für Innereien-Liebhaber ist Kaninchen sowieso ein Highlight. Lange musste man als Kaninchen-Connaisseur damit leben, dass die Tiere meist nicht aus sehr tierfreundlicher Haltung stammten. In letzter Zeit aber hat sich einiges getan in der Kaninchenmast, engagierte Züchter und Mäster haben neue Systeme entwickelt, um den Tieren vor der Schlachtung ein schönes Leben zu ermöglichen. Es ist also höchste Zeit für eine Kaninchen-Küchen-Renaissance.

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