Katharina Graner: »Frauenwein ist ein No-Go«

Julia Emma Weninger, 01.03.2024

Die Geschäftsführerin des »Freigut Thallern« wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob Frauen Wein anders wahrnehmen. Sie plädiert für geschlechterübergreifende Expertise und will ein vinophiles Zeichen gegen Klischees am Internationalen Frauentag setzen.

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Immer wieder wird Katharina Graner, Geschäftsführerin am Freigut Thallern, mit der Frage konfrontiert, ob Frauen Wein anders wahrnehmen: »Es heißt Frauen sind sensorisch sensibler und können Aromen besser wahrnehmen. Gleichzeitig werden aber vor allem Roséweine, Weine mit viel Restzucker gerne als ›typische Frauenweine‹ bezeichnet. Dagegen wehre ich mich bewusst. Weinverkosten hat für mich sehr viel mit Praxis und Übung zu tun – und das gilt geschlechterübergreifend«, so die Chefin des zweitältesten Weinguts Österreichs. Das Freigut Thallern besteht seit 1141 und gilt als Ursprung des klösterlichen Weinbaus in der Thermenregion. Die Weine werden traditionell von den besten Winzern der Thermenregion gekeltert. Das Hauptaugenmerk liegt auf Rotgipfler, Zierfandler, Pinot Noir und Sankt Laurent. Von ihren zwölf Mitarbeiter:innen am Freigut Thallern ist der Großteil weiblich, denn »Leistungen sollen im Fokus stehen, unabhängig eines biologischen Merkmals.«

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