Hemingway am Beginn seiner kubanischen Jahre, beim Fischen mit Freunden auf seiner Yacht.

Kunst & Kulinarik: Ernest Hemingway und das Meer

Judith Hecht, 27.06.2021

Das Dasein mit allen Sinnen auszukosten und zu beschreiben, war Lebensinhalt des ebenso begeisterten wie trinkfesten Fischers, Jägers und selbst ernannten »kulinarischen Abenteurers« Ernest Hemingway.

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1952 strafte Ernest Hemingway seine Kritiker Lügen. Die hatten ihn längst abgeschrieben: Der Amerikaner habe nichts mehr zu sagen, so ihr Urteil, sein exzessiver Lebensstil fordere eben seinen Tribut. Doch dann erschien »Der alte Mann und das Meer« – und diese Novelle wurde ein durchschlagender Erfolg. Sie verkaufte sich besser als alle anderen Bücher zusammen, die Hemingway bis dahin geschrieben hatte. Die Geschichte des kubanischen Fischers Santiago, der den Fang seines Lebens macht und ihn wieder ans Meer verliert, berührte die Menschen tief. Aufgeben ist für diesen alten Mann keine Option, seien die Bedingungen auch noch so widrig. »A man can be destroyed but not defeated«, so Hemingways Botschaft. Sein Publikum nickte anerkennend, schließlich hatte er damit selbst gezeigt, dass auch er wieder aufstehen konnte. Zwei Jahre später erhielt er dafür den Literaturnobelpreis.

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