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477 – so viele Freisitze gab es im vergangenen Jahr in Leipzig. Zumindest so viele, die von der Gewerbebehörde genehmigt wurden. In diesem Jahr sollten es deutlich mehr werden. Der Leipziger Naturschutzverein Ökolöwe hatte die Einführung von »Schanigärten« angeregt. Zu Wien gehören sie wie die Currywurstbude zum Ruhrgebiet. Und auch der Leipziger Stadtrat hat die Idee begeistert durchgewunken. Einen relevanten Unterschied zum »Freisitz« gibt es freilich nicht und so spricht die Stadt Leipzig derweil nur von einer «über die Schanigärten erfolgten thematischen Aufwertung« ohne erkennbare Zunahme an Anträgen aus der Gastronomie in Folge des Stadtratsbeschlusses. Was die Behörde damit wahrscheinlich sagen möchte: fürs Stadtmarketing taugt’s, mehr aber auch nicht. Auch die Leipzigerinnen und Leipziger haben sich nicht gerade auf das neu eingeführte Wort gestürzt. Man mag es hier schließlich »gemiedlich« – also gemütlich – und verbringt die Sommerzeit gerne mit einem Leipziger Gose-Bier im Freien, aber auf Trends wird eben nicht so gerne aufgesprungen.
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