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Falstaff: Herr Kopp, als Vorstand der Lauffener Weingärtner gehört das Thema »Steillagen« zu Ihrem täglich Brot. Nun hört man, dass gerade am Neckar viele Steillagen aufgegeben sind. Marian Kopp: In Lauffen und Mundelsheim liegen aktuell rund 25 Prozent brach – mit wachsender Tendenz. Die Steillagen tragen sich fast alle finanziell nicht. Würde man diese Weinberge von einem Lohnunternehmer bewirtschaften lassen, wäre der Rechnungsbetrag höher als die zu erwartenden Einnahmen. Bei der Eigenbewirtschaftung durch ein Genossenschaftsmitglied gibt es keine Verlohnung, und keine weiteren Ausgaben, dann lässt sich das eine Weile aus anderen Einnahmen quersubventionieren. Aber früher oder später geben viele Betroffene dann doch auf. Gibt es alternative Nutzungen, Solar beispielsweise? Oder Ideen dafür? Es sind reine Handarbeitslagen. Es gibt bisher noch keine sinn- oder wirkungsvollen Konzepte zur Nachnutzung. Für andere Obstsorten verlagert sich das Thema Mindestlohn nur auf andere Kulturarten. Eine Lösung ist das nicht. Auch Photovoltaik ist mit einer Maschine auf befahrbarem Feld einfacher und vor allem günstiger zu stellen als auf einer Steilterrasse. Abgesehen von der Auswirkung auf das Landschaftsbild.
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