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Ich als Franzose und Lederhosen? Das geht ja gar nicht, sagt Michel Fouquet. Dabei steht das folkloristische Kleidungsstück durchaus für einen Wendepunkt im Leben des 42-jährigen Falstaff Sommeliers des Jahres. Denn Fouquets Ehefrau kommt aus Tirol. Als er sie kennenlernte, arbeitete er gerade in Irland, um seine Kenntnisse der englischen Sprache zu vertiefen. Die folgenden Jahre verbrachten die Österreicherin und der aus Blaye bei Bordeaux stammende Fouquet mit der Suche nach der Schnittmenge aus deutschem Sprachraum und frankophiler Lebensart: Bodensee, Kremstal, Chiemgau, Hohenlohe. Schließlich passte es am besten im Rheingau. »Hier sind wir jetzt seit 2008«, fügt Fouquet hinzu, und bringt es mit liebenswertem, französischem Akzent auf den Punkt: »Der Rheingau ist unsere Wahl-Heimat geworden.« So sehr ist der Rheingau Fouquets Heimat geworden, dass man ihn manchmal bremsen müsse, sagt Nils Henkel, dessen raffinierte Gerichte Fouquet seit letztem Jahr mit seinen Weinempfehlungen flankiert. Bremsen, damit er nicht zu viel und nur ausschließlich Rheingauer Riesling in die Weinbegleitungen packe. Dass Henkels formidable Natur-Küche bei all ihrer sorgsam durchdachten Architektur stets ungemein weinfreundlich bleibt, ist ohnedies eine Steilvorlage für Fouquet – und er nützt sie nur allzu gerne, um auch Klassiker aus Frankreich und Italien in Szene zu setzen. »Besonders gerne setze ich auch einmal weißen Bordeaux ein, das ist bei vielen Gästen nicht so bekannt«.
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