Weinberge bei Dittelsheim (Weingut Hungermüller) in Rheinhessen. Auch hier feiert der Müller-Thurgau eine Renaissance.

Müller-Thurgau Trophy 2022: Es müllert wieder

Ulrich Sautter, 29.07.2022

Noch in den Neunzigerjahren war Müller-Thurgau aus dem deutschen Wein-Alltag nicht wegzudenken. Dann kam die Sorte aus der Mode, eine Flut an dünnen Billigweinen hatte den Ruf dieser historischen Neuzüchtung ruiniert. Doch inzwischen riecht es nach Comeback: Wer heute noch Müller-Thurgau anbaut, glaubt an die Sorte. Und macht etwas aus ihr.

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Die schieren Zahlen sind beeindruckend: Noch im Jahr 1995 wuchs der Müller-Thurgau in Deutschland auf 23.489 Hek­tar, das war damals Platz eins der Sortenstatistik, noch vor dem Riesling. Nur eine Generation später hat sich die Ertragsfläche auf 11.453 Hektar halbiert, und neben dem Riesling ist heute auch der Spätburgunder am einstigen Lieblingskind der Winzer vorbeigezogen.

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