Moritz Haidle hat Freestyle-Battles und Graffiti gegen Lemberger (a.k.a. Blaufränkisch) und Riesling getauscht.

Nominé Newcomer des Jahres 2019: Moritz Haidle

Rainer Schäfer, 10.01.2019

Nach einem ordentlichen Umweg hat Haidle die »Faszination von Wein verstanden« und hat nach seiner Übernahme des elterlichen Weinguts auf biologischen Weinbau umgestellt.

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Moritz Haidle musste erst mal einen ordentlichen Umweg nehmen, bevor er im elterlichen Weingut in Stetten durchstarten konnte. Es gab einiges, was ihn mehr in den Bann zog als der heimische Weinbau, etwa die Hip-Hop-Szene, in der er sich bewegte. »Gezwungenermaßen« musste er zu Hause im Weingut anpacken, Haidle aber sprühte lieber Graffiti und träumte davon, als Designer zu arbeiten. Oft war »Ritz«, wie ihn seine Freunde rufen, als Rapper unterwegs und ging dabei keinem Freestyle-Battle aus dem Weg. Erst als er seinem Vater Hans zuliebe ein Praktikum bei Paul Fürst in Franken absolvierte, habe er die »Faszination von Wein verstanden«. Nach Stationen in Aus­tralien, Kalifornien, im Burgund und bei Thomas Seeger in Baden verdichtete sich die Erkenntnis, dass es »auch coole Leute in der Branche gibt« und da Platz sei für einen unorthodoxen Kopf wie ihn, der Piercings und Nasenringe trägt.

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