Die süße Ximénez-Traube wird hauptsächlich im Gebiet um die Stadt Jerez verarbeitet, angebaut wird sie aber vor allem im Hinterland.

Pedro Ximénez: Spaniens süßes Geheimnis

Peter Moser, 04.01.2021

Pedro Ximénez steht für die süßesten und dunkelsten Sherrys. Neben den legendären Dessertweinen produziert man auch edle Destillate und sogar samtigen Edelessig aus dieser Rebsorte, deren genaue Herkunft bis heute ein Mysterium ist.

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Um die Herkunft der andalusischen Rebsorte Pedro Ximénez, heute kurz als PX bezeichnet, sowie um ihren Namen ranken sich bis heute zahlreiche Mythen. Der 1627 geborene Botaniker Philipp Jakob Sachs von Löwenheim gilt als Vater der Rebsortenkunde, der er den Namen Ampelografie gab. In seinem 1661 erschienenen Werk »Ampelographia« spekuliert Sachs über einen möglichen Ursprung der Sorte in Madeira oder auf den Kanaren. Von dort soll sie in deutsche Weinberge im Rheingau, in Rheinhessen und an der Mosel gekommen sein, von wo aus sie wiede­rum ein Söldner namens Peter Siemens, ein spanischer Soldat namens Pedro Ximen oder gar ein katholischer Kardinal namens Ximénez in die Berge um Málaga gebracht haben soll. Spätere deutsche Autoren wie Balthasar Sprenger oder Wilhelm von Babo perpetuierten diese fantasievollen Räuberpistolen, man verstieg sich sogar so weit, eine Verwandtschaft des PX mit deutschen Rebsorten wie Elbling oder gar Riesling für gesichert zu halten.

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