Sophie Christmann begutachtet die in kleinen Kistchen gelesenen Trauben: Präzisionsarbeit ist wohl bei keiner Sorte so zentral wie beim Spätburgunder.

Pinot Noir: Eine kleine Klonenkunde

Anne Krebiehl MW, Benjamin Herzog, Ulrich Sautter, 01.02.2023

Keine andere Rebsorte ruft solch lebhafte Diskussionen über Klone hervor wie Pinot Noir. Seine Klonenvielfalt ist übrigens keineswegs das Ergebnis besonders großer Mutationsfreudigkeit, sondern ist seinem Alter und der gezielten Selektion geschuldet.

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Von den 1920er-Jahren an entwickelt und wegen ihrer ­Ertragssicherheit sehr beliebt in den 1950er-, 60er-und 70er-Jahren. Das Paradebeispiel ist FR 52-86 – seine alten Reben jedoch ­bringen heute feine Würze und frische Säure aus Schultertrieben. Die kompakten Trauben machen Standardklone jedoch sehr pilzanfällig.

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