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Der Spätburgunder ist ein delikates Pflänzchen: Nicht von ungefähr gelten sein Anbau und seine Kelterung als die Königsklasse der Rotweinproduktion. Die Fallstricke auf dem Weg zum guten Wein sind zahlreich: Sind die Trauben zu reif, werden die Aromen pflaumig und es fehlt dem Wein an Eleganz. Sind sie nicht reif genug, bleibt der Gerbstoff grün. Schon die kleinste rebbauliche Nachlässigkeit wirkt sich negativ aus: Verzichtet man aufs Entblättern der Traubenzone, steigt die Gefahr der Fäulnis. Entblättert man zu kräftig, können die Trauben ein zu hartes Tannin entwickeln. Ertragsregulierende Maßnahmen sind unumgänglich, denn zu hoher Ertrag macht den Wein mager und dünn. Und auch wenn die Trauben dann glücklich im Keller sind, kann noch einiges danebengehen, denn der Gerbstoff in den Beerenschalen und Kernen des Spätburgunders verlangt mit Samthandschuhen angefasst zu werden.
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