Die Qualität der türkischen Weine hat sich in den vergangenen fünf Jahren enorm verbessert: von charaktervollen Tropfen aus lokalen Rebsorten bis zu solchen mit guter internationaler Stilistik.

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Während eines Besuchs in der Türkei vor etwa zehn Jahren kostete ich einige der ­regionalen Weine, stieg aber recht bald auf Bier um. Die Weinqualität war zumindest in den von Touristen frequentierten Restaurants mittelmäßig. Wenn es wirklich bessere Qualitätsweine auf dem Markt gab, fand ich sie damals nicht. Als ich Anfang 2010 in die Türkei zurückkehrte, hatte ich deshalb keine hohen Erwartungen und war umso überraschter über die Qualität der Weine. Bei einer Bevölkerung von etwa 70 Millionen Menschen ist ein großer heimischer Markt zu versorgen, und obwohl das Land überwiegend muslimisch ist, hat ein Großteil der Einwohner eine relativ lockere Einstellung zum Alkoholkonsum, besonders im dicht besiedelten westlichen Teil des Landes rund um Istanbul und Izmir. Den türki­schen Weingütern war sehr wohl bewusst, dass sie anderen Weinländern hinterherhinkten, und Unternehmen, die sich Hoffnungen auf Exporte machten, war klar, dass sie die Qualität rasch ­verbessern mussten.

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