Johannes Trapl aus Carnuntum (l.) sowie Hansjorörg und Matthias Aldinger aus Feldbach.

Rebenverwandschaft: Blaufränkisch & Lemberger

Peter Moser, Ulrich Sautter, 14.08.2017

Die Rotweine der Sorte Blaufränkisch werden immer beliebter. In Österreich gilt Blaufränkisch als König unter den roten Sorten. In Deutschland machte sie unter dem Namen Lemberger Karriere.

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Viele Kenner halten den Blau-fränkisch für Österreichs beste Rotweinsorte. Mit dem legendären Blaufränkisch Mariental 1986 von Ernst Triebaumer aus Rust hat sich die Sorte in das kollektive Weinbewusstsein eingebrannt. Seither geht die Erfolgskurve steil nach oben. Auch international wird die wachsende Qualität der Blaufränkisch-Weine wahrgenommen. In Deutschland machen die Roten als Lemberger von sich reden. In Württemberg fühlen sie sich ganz besonders wohl. Diese Eigenschaften machen den Blaufränkisch für Winzer attraktiv: kräftige Farbe, schwarzbeeriges Bukett, feste Tannine und lebendiges Säurespiel. Voraussetzung für einen tollen Wein sind reife Trauben. Was die Böden betrifft, ist die Sorte wenig anspruchsvoll, sie wächst auf kalkreichen und auch auf schweren Böden recht gut und hat es gerne warm. Zu viel Wind geht ihr auf die Nerven. Blaufränkisch ist blüteempfindlich und reift relativ spät. Kann er nicht gut ausreifen, präsentiert er grüne Gerbstoffe und hohe Säure. Die Klimaerwärmung der letzten Jahrzehnte kommt dem Blaufränkisch daher sehr entgegen und ist eine Erklärung für den Qualitätsschub, der seit den 80er-Jahren zu beobachten ist.

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