Wildschwein aus Brandenburg, Mangold, Stangenbohnen und frischer Thaipfeffer: »Wildschwein Pad Ped« im »Kin Dee«.

Restaurant der Woche: Kin Dee

Philipp Elsbrock, 15.10.2018

Berlin meets Asien: Im »Kin Dee« gibt es gehobene thailändische Küche mit einer interessanten Weinkarte, von Naturwinzern zu etablierten Erzeugern.

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Asien ist in wie noch nie. In Berlin belegt eine Vielzahl von Neueröffnungen diesen gastronomischen Trend. Vieles wird sich auf Dauer nicht etablieren, da unterm Strich außer schöner Optik und einem hippen Standort wenig bleibt. Ein anderer Fall ist das »Kin Dee«. Mehr als ein Jahr hält sich dieser Ableger der Grill Royal Group mittlerweile. In einer ruhigen Straße im Stadtteil Tiergarten kombinieren die Inhaber gehobene thailändische Küche mit einer interessanten Weinkarte. Dass angeblich ein ehemaliges Model in der Küche steht – geschenkt. Die Küche überzeugt auch ohne dieses manchmal recht kläglich wirkende Berliner Geraune. Das beginnt bei der Weinauswahl, die gekonnt zwischen innovativen Naturwinzern und etablierten Erzeugern balanciert. Was die Küche dazu liefert, zeigt im besten Fall Facetten der Thai-Küche, wie man sie hierzulande noch nicht oft gesehen hat. Deutlich wird dies im spannenden Zwischengang des viergängigen Menüs (48 Euro): ein Oktopus-Confit mit scharf-süßlicher Kaprao-Sauce. Als Ausgleich gegen die Schärfe werden weitere Gerichte gereicht, etwa Suppe mit Kohlrabi und erfrischenden Gurken. Innerhalb der dreiteiligen Vorspeise hatte bereits der Spargel mit Kokosmilch, Erdnüssen, Anis und Zimt überzeugt. Der Hauptgang, ein Curry mit geschmortem Rind, Aubergine und Zucchini, schmeckte wunderbar. Das Dessert hingegen, eine Kombination von Rhabarber-Kompott mit Zitronengras und schwachem Apfel-Kokos-Eis, erschien nicht sonderlich gut abgestimmt.

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