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Die Vergangenheit ist mit Buntglasscheiben und Kachelboden noch zu ahnen, aber mittlerweile ist die ehemalige Eckkneipe in Stuttgart-Feuerbach eine beliebte Adresse für Fans der »feinen japanischen Küche«, so der Untertitel des Restaurants. Nagare ist der Geburtsort von Shinishi Nakagawa, der mit seiner Frau mitten im Lockdown den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Der Quereinsteiger kann viel mehr als Sushi, das ebenfalls auf der Karte steht. Kein Wunder, kochte er doch zuvor in den Sterneküchen von »Wielandshöhe« und »Top Air«. Das »Nagare«-Menü kann in vier oder fünf Gängen geordert werden, auf Wunsch auch vegetarisch, und startete mit einem hübschen Gruß: Schweinebauch in einer Rettichtasche mit Shiso und Radieschen. Optisch nicht ganz so attraktiv war naturgemäß die »Miso-Suppe nach Bouillabaisse-Art« mit Nordseekrabben in Ramenteig-Tortellini. Das »Lachs-Carpaccio« überzeugte mit puristischer Produktqualität und feinen Noten von Sellerie und Apfel in einem Ponzusud. Zur Entenbrust wurde groß aufgetrumpft mit schwarzem Trüffel, Nori-Chip, Kräuterseitlingen und geräucherter Aubergine in Pflaumenweinsauce, umrahmt von Kräuteröl. Und auch Dessert kann Nakagawa, etwa eine herb-frische Variation mit Blutorangen-Sorbet, Joghurt-Mousse und weißer Schokolade zu den Aromen von Matcha und Mango.
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