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»An Guadn!« bekommt man auf herzhaft-herzliche Weise entgegengeschmettert, wenn man in »Geisels Werneckhof« isst. Für alle Nicht-Bayern: Das heißt »Guten Appetit«. Der Werneckhof liegt in einer Nebenstraße in München-Schwabing und wirkt auch innen wie eine sehr gepflegte bayerische Gastwirtschaft. Am Essen, das der frühere Wissler- und Herman-Schüler Tohru Nakamura kocht, ist aber absolut nichts rustikal. Im Gegenteil – man bekommt leichte, elegante, unaufdringlich gute Gerichte, allesamt japanisch inspiriert. »Das liegt nahe«, sagt Nakamura mit verschmitztem Lächeln, »mein Vater ist Japaner, meine Mutter Deutsche.« Und so führt Nakamura japanische Gelbschwanzmakrele mit Gurke zusammen, Kabeljau mit Stabmuscheln und Miso oder füllt Fleisch von der Backe eines bayerischen Ochsen in eine Gyoza-Teigtasche. Zwei Teller haben es mir besonders angetan: Austerncannelloni mit Kimchi – eine begeisternde Kombination, die ich bisher nicht kannte. Und das Tatar von Kaisergranat und Kalbsfilet mit Imperialkaviar: eine unübertrefflich sämige Textur – Lustessen auf höchstem Niveau.
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