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Die noble historische Villa im Frankfurter Diplomatenviertel gehört zu den allerschönsten Adressen der Stadt. Man tafelt in stilvoller und fast schon privater Atmosphäre, die Küche bietet vor allem intelligente Herzhaftigkeit. Der eher forsche André Großfeld löste den eher ruhigen Matthias Schmidt ab und bringt damit statt der ätherischen Naturküche verfeinerte erdige Gerichte auf den Tisch. Einen tollen Einstieg bringt schon das hausgebackene Malzbrot, von dem man sich nur schwer trennen kann. Dieses findet seine großartige Fortsetzung im gebratenen Filet vom Glattbutt mit pikanten Hopfensprossen und umwerfend guter Malzbierbutter, die man sich am liebsten in Flaschen zum Mitnehmen füllen lassen möchte. Bei der gelierten Kalbshaxe mit gebackener Kalbskopfpraline, Senfkörner-Vinaigrette und Curry-Mayonnaise erlebt man den Hang der Küche, gerne eine Prise Exotik einzubringen. Auch die Patisserie arbeitet auf hohem Niveau und kombiniert gekonnt Schokolade, Meersalz und Rum. In der Saison muss man das erstklassige Spargel-Eis probieren.
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