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Sardinenspieße, so simpel. Manchmal macht man sich hierzulande keine Vorstellung davon, wie einfach große Geschmackserlebnisse entstehen. Spanier, in diesem Fall »malagueños«, zeigen, dass es kein halbes Dutzend Saucen braucht, keine fünf Salate und Unmengen an Fleisch, um aus ganzem Herzen zu genießen. Eine Handvoll Zutaten reicht für die »espetos de sardinas«, die in Málaga zu einer Art Wahrzeichen geworden sind: aufgespießte Sardinen, nahe der Glut geröstet. Traditionalisten wie Don Manuel aus der »Taberna El Mentidero« in Málaga schnitzen sich die Spieße selbst aus Bambusrohren, die er viertelt und anspitzt. Darauf steckt er kleine, frische Sardinen quer zum Spieß. Eine Handvoll grobes Salz darüber, dann werden die Spieße in den Boden neben die Glut gerammt. Binnen kurzer Zeit karamellisiert die Fischhaut und wirft Bläschen, nach wenigen Minuten sind die Fische durchgegart und knusprig. Darauf kommt nichts mehr als ein Spritzer Zitronensaft, dann ist das Festmahl fertig.
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