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»Alle Statiker kamen zu demselben Ergebnis: Die Scheune müsste längst eingestürzt sein«, sagt Stefan Rinklin, sucht sich ein schattiges Plätzchen unter dem Dach just jener Scheune und lächelt vergnügt. Fast sein ganzes Leben verbringt er schon mit, in oder unter ihr. Ein abstrakt zusammengehämmerter Unterschlupf aus hunderte Jahre alten Brettern, deren einzelne Funktionen sich heute nicht mehr rekonstruieren lassen. Als Gesamtkunstwerk, Psychogramm oder Provisorium ein ziemlich wildes Bild der damaligen Bewohner. Rinklin muss bei diesen Ahnen aus der Reihe gefallen sein, der 38-Jährige ist ein grundsolider Winzer, der es ernst nimmt mit der Ordnung. Nur wenige Schritte von der Scheune entfernt, hat er seine Ausbildung zum Küfer gemacht, in der Winzergenossenschaft Bötzingen. Als er da fertig war, ist er schnurstracks nach Hause und sagte zu sich: »Jetzt hast du fast alles gelernt, was du später mit Wein nicht anstellen darfst.«
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