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Das deutsche Reinheitsgebot braucht man eigentlich nicht mehr großartig erklären. Heruntergebrochen auf das Wesentliche: Seit dem 23. April 1516 darf Bier in Deutschland lediglich aus Malz, Hopfen, Hefe und Wasser bestehen. Doch an dem damit ältesten, heute noch gültigen Lebensmittelgesetz scheiden sich zunehmend die Geister. Mit der pulsierenden Craft Bier-Bewegung wird immer öfter das Reinheitsgebot in Frage gestellt. Ist es noch zeitgemäß? Oder schränkt es die Vielfalt unnötig ein? Eine Diskussion, die noch lange nicht am Ende ist, denn in der Kreativszene unter den Brauern brodelt es. Einer Presseaussendung des deutschen Brauerbundes zufolge erobert Craft Beer den deutschen Markt, auch wenn der Marktanteil bei ein bis zwei Prozent liegt – und damit noch weit entfernt ist von der Deutschen liebsten Bier, dem Pils. Das regiert den Markt mit über 50 Prozent und wird überwiegend von dem männlichen Teil der Bevölkerung getrunken. Die Frauen bevorzugen das Helle, das in München als ultimatives Biergartenbier gilt – aber gottlob nicht mit dem Weissbier zu verwechseln ist! Das drehte sich jedes Jahr unter anderem im nostalgischen Weissbier-Carousel auf dem Münchner Oktoberfest. Die Wiesn gilt als das größte Volksfest der Welt, 2017 sind hier 7,5 Millionen Liter Bier in die Münder von über 6 Millionen Besucher geflossen. Termin 2018: 22. September bis 7. Oktober.
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