»Three-Martini Lunch« – Als drei Martinis zu Mittag noch zum guten Ton gehörten

Mara Jausovec, 19.05.2026

Alkohol am Arbeitsplatz war in manchen Berufen früher so normal wie die Kaffeepause: Churchill trank angeblich rund um die Uhr, Truman gönnte sich schon vor dem Frühstück einen Drink und Eisenhower soll drei Martinis zum Mittagessen getrunken haben. Die Arbeitswelt hat sich verändert – und der »Three-Martini Lunch« ist aus der Zeit gefallen.

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Ein paar edle Cocktails – genauer gesagt drei Martinis – zur Mittagszeit zu trinken war bei den »Mad Men« der 1950er- bis 1970er-Jahre eine verbreitete Praxis. Werbefachleute, Anwält:innen und Beschäftigte der Finanzbranche versammelten sich an der Madison Avenue in Manhattan. In einer Zeit des wirtschaftlichen Booms der Nachkriegsjahre verlagerte sich die Arbeit zunehmend in elegante Restaurants – inklusive alkoholischer Begleitung. Was heute eher als mangelnde Professionalität wahrgenommen wird, galt damals als gesellschaftlich angesehen – und stand für einen luxuriösen Lifestyle im maßgeschneiderten Anzug.

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