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»Zwei Bekloppte« hat die katalanische Kapitale und ihre liquiden Belange nicht nur einmal gefunden, sondern wurde inzwischen bereits in der zweiten Runde fündig. Auch wenn die Gründer Moe Aljaff und Ahmed Moussa White keineswegs von der Bildfläche verschwunden sind, legen inzwischen Juliette Larrouy und Pom Modeste Hand an die flüssigen Facetten des kulinarischen Imperiums in dem inzwischen gentrifizierten Szeneviertel El Raval. Imperium, weil das Herrschaftsgebiet der Schmuck-Familie inzwischen auf drei Etablissements gewachsen ist: die Bar Fat Schmuck, das all-day Dining Fat Schmuck und das Lucky Schmuck. Doch obwohl die drei Schmucks sich ein- und dieselbe Straße teilen und auch wenn sie aus derselben Ursuppe geschöpft wurden – die drei Lokalitäten setzen mehr auf Abgrenzung, denn auf Klüngelei. Das Fat Schmuck ist eher der gediegene Terrassen-Ort für Kaffee-Variationen, highend-Tapas und Drinks on tap, das Lucky Schmuck kommt eher als elaborierter Dive bar-Neuling mit Karaoke-Option und American Fusion Snacks daher. Durch jedwede Pandemien und Neuerungen hindurch, bleibt Two Schmucks jedoch die Zentrale. Bei den vergangenen Wahlen der Worlds 50 Best Bars kletterte das Two Schmucks von Platz 26 auf die Platz 11 und somit ist es offiziell verboten, die Stadt ohne einen Besuch in der Carrer de Joaquín Costa zu verlassen. Selten konnte man das gastronomische Werk zweier von der Barblase berauschter »Bekloppter» auf nur einer Straße so effizient erleben. In Form von Musik, dem »Matador», von Dekor und den Drinks – im Two Schmucks schlägt das atmosphärische Herz Barcelonas. Der »Matador» ist definitiv einer der Publikumslieblinge; er enthält Whisky, Wermut, Kirschen, Orange und gebrannten Zimt. Dank einer Straße voller fulminanter Fressalien wird er jedoch nie zum namentlichen »Mörder» einer Nacht.
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