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Ständige Wetter- und Temperaturwechsel sorgten 2017 für Herausforderungen bei den Winzern in Österreich. Auf den kältesten Jänner der vergangenen dreißig Jahre folgten ein außerordentlich warmer Februar sowie der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 251 Jahren. Dieser wurde allerdings vom kühlsten April seit neun Jahren abgelöst, wodurch gerade ein massiver Kaltlufteinbruch in der zweiten Monatshälfte Frostschäden an den Reben verursachte und den bis dahin bestehenden vierzehntägigen Vegetationsvorsprung verringerte. Der überdurchschnittlich warme Mai ging in den zweit-wärmsten Juni über, den Österreich je hatte. Und so setzte sich die Trockenheit in den Weinbaugebieten auch über den Sommer, im Juli und August, weiter fort. Aufgrund des Reifevorsprungs hatte die Weinlese zwar bereits früh begonnen, doch der September machte ihr nach einem Drittel der Erntezeit einen leichten Strich durch die Rechnung. Das kühle, vergleichsweise feuchte Wetter führte immer wieder zu Leseunterbrechungen. Durch das freundliche Wetter im Oktober konnte die Weinlese aber dennoch schon Mitte des Monats zum größten Teil abgeschlossen werden. Die sehr gute Traubenqualität erlaubte die landesweite Anhebung der Hektarhöchstertragsmenge um die zulässigen 20 Prozent. Auch im Keller führte die erfreuliche Qualität der Trauben zu einem weitgehend geregelten, aber dennoch sehr konzentrierten Arbeiten. Neben deutlicher Sortenaromatik und klarer Fruchtigkeit weisen die Weine eine schöne Dichte und Stoffigkeit am Gaumen auf, die bereits jetzt Trinkfreude bereiten. Mit 2,6 Millionen Litern liegt die Ernte ein Viertel über dem Schnitt.
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