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Für viele Österreicher, Schweizer und Deutsche ist das Brot ein täglicher Begleiter, so wie für die Japaner der Reis und die Italiener die Nudeln – ein Grundnahrungsmittel. Und das nicht erst seit gestern: Der älteste Brotfund Europas stammt vom Bielersee in der Schweiz und wird auf etwa 3700 v. Chr. datiert. Mit dem Brotbacken hat der Mensch angefangen, weil es schlicht praktischer ist, als täglich Brei anzurühren. Es lässt sich leichter transportieren und länger lagern. Dass das Brot in unserer Kultur enorme Bedeutung hat, zeigt sich nicht nur historisch und in den Religionen, sondern auch durch die Namen, die das Getreide während des Verarbeitungsprozesses erhält: vom Mehl zum Teig zum Laib zum Brot. Diese Differenzierung haben wir nicht bei allen pflanzlichen Nahrungsmitteln. So ist für uns Reis Reis, während es in Japan von der Pflanze bis zum gekochten Reis vier unterschiedliche Begriffe gibt. Ob der festen Verankerung von Brot in unserer Esskultur könnte man meinen, dass es einen »Record of Safe Consumption« gibt – also eine lange Geschichte des sicheren Verzehrs. Doch Brot und generell Weizenprodukte stehen mehr denn je in der Kritik. Sie sollen nun aufgrund neuer Züchtungen unter anderem dick und krank machen und den Alterungsprozess beschleunigen. Sieht man sich die Daten der Weizengegner konkret an, bleibt allerdings nicht viel von der Kritik übrig.
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