Blick auf Oppenheim mit seiner Katharinenkirche, deren Bau im Jahr 1226 begonnen wurde.

Update: Weinbauregion Rheinhessen

Ulrich Sautter, 02.06.2020

Deutschlands größtes Anbaugebiet war einstmals für Süße und für Tiefstpreise bekannt. Heute ist vielleicht nicht alles, aber doch vieles anders.

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In einem »Wein-Katalog« aus dem Jahr 1974, einer Art internationalem Weinführer aus den Anfängen des deutschen Weinjournalismus, stellt der Autor Heinz-Gert Woschek unter anderem auch Weine aus Rheinhessen vor, die von der Verkostungskommission des Buchs als empfehlenswert begutachtet wurden. Unter ihnen findet man Kuriositäten wie eine Faber-Spätlese aus dem Nackenheimer Rothenberg oder einen Wormser Liebfrauenmorgen als Silvaner, Müller-Thurgau und Morio-Muskat Kabinett. Unter den 15 Weinen der Rheinhessen-Auswahl ist kein einziger trockener. Selbstredend hat sich zwischen Bingen und Worms seither einiges getan. Nicht zuletzt gehört die Begeisterung für Neuzüchtungen wie Faber oder Morio-Muskat eindeutig der Vergangenheit an – weitgehend.

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