Spitzenkoch Alexander Dressel durfte Marina Melegari über die Schulter schauen.

Viva Italia: »Cucina alla Mamma«

Bernhard Degen, 12.03.2017

Nirgendwo sonst in der Welt hat die Mamma in der Küche einen höheren Stellenwert als in Italien. Falstaff besuchte einige Köchinnen, um ihnen die letzten Geheimnisse im Umgang mit Pasta, Parmesan und Parmaschinken zu entlocken.

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Die Küche von Rina Pellegrini gleicht einem Mikrokosmos, in dem Küchengeräte und Souvenirs ihr Leben ebenso widerspiegeln wie die kulinarische Geschichte der Region um Parma. Die sorgsam aufgereihten Kühlschrankmagneten erinnern an Urlaube in den schönsten Regionen Italiens und in den Metropolen der Welt. An der Wand hängen blank polierte, kupferne Backformen, und in den Regalen stehen rare Trouvaillen an Küchenutensilien mehrerer Generationen. Eine klobige Parmesanreibe mit Altertumswert erfüllt ihren Zweck als stimmiges Foto-Accessoire, während der Parmesan für ihr Lieblingsrezept schon längst mit einer elektrischen Reibe aus den 70ern gerieben wurde. Rina Pellegrini ist stolze »Rezdora« und in dieser Eigenschaft Bewahrerin des kulinarischen Erbes ihrer Region. Es spricht wohl für die ganz spezielle Tradition der fürsorglichen italienischen Mammas, dass es kein deutschsprachiges Ambivalent für »Rezdora« gibt; am ehesten lässt es sich noch mit »Hausfrau, die leidenschaftlich gerne kocht« umschreiben.

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