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Blickt man auf den Flussverlauf der Mosel, wird schnell eines klar: Die Mosel ist ein Wesen mit eigenem Kopf. Fast scheint es, als ziere sie sich. Denn ihre Quelle liegt Luftlinie nur etwa 30 Kilometer vom Rhein entfernt. Doch nein, statt direkt nach Osten zu fließen und sich auf dem kürzesten Weg Vater Rhein anzuschließen, macht sie einen Umweg von 540 Kilometern, ehe sie dann doch in den großen Nachbarn mündet. Zunächst aber wendet sie sich nach Westen, dann als immer noch schmales Rinnsal nach Norden, im westlichen Hinterland der Vogesen verbreitert sie sich und fließt bis nach Nancy und Metz in Lothringen. Die beiden ersten Weinbaugebiete liegen dann auch noch in Frankreich und heißen Côtes de Toul (bei Nancy) und Côtes de Moselle (zwischen Nancy und Metz). Im 19. Jahrhundert soll die Gegend um Metz ein bedeutender Traubenlieferant für die Champagne gewesen sein. Doch heute haben diese Gebiete mit ihren insgesamt rund 200 Hektar Reben fast nur noch lokale Bedeutung.
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