Am Nordufer bei Torbole gibt sich der Gardasee noch richtig alpin. Hier gedeihen knackige Weiße.

»Weinsee«: Gardasee Trophy 2022

Othmar Kiem, Simon Staffler, 20.06.2022

Der Gardasee ist der größte italienische See, und viele zieht es Jahr für Jahr dorthin. In erster Linie wegen des Wassers und des milden Klimas. Viele schätzen aber auch den Wein vom See. Weinbau findet vor allem am südlichen Ufer des Sees statt – Lugana
und Bardolino sind wohl allen bekannt –, aber auch am Nordufer gibt es Spannendes.

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Rund um den Gardasee findet man viele renommierte Weinbaugebiete. Am bekanntesten ist Lugana, der am südwestlichen Ufer des Sees angebaut wird. Kühle, lehmhaltige Böden erbringen hier Weißweine mit guter Fülle, aber auch überraschend rassiger Säure. Erzeugt wird Lugana aus der lokalen Turbiana-Traube. Obwohl Lugana ein großer Verkaufsschlager ist, ist er doch weit davon entfernt, ein banales Weinchen zu sein. Der zweite wichtige Weißwein am südlichen Gardasee ist der Custoza. Sein Anbaugebiet schließt östlich an jenes des Lugana an. Die Böden bestehen aus den Ablagerungen eiszeitlicher Gletscher, die sich südlich des Seeufers zu Hügeln aufschichten. Der bekannteste Rotwein am See ist der Bardolino. Er entsteht aus den gleichen Traubensorten wie Valpolicella – Corvina und Rondinella –, kommt aufgrund der anderen Böden aber fruchtiger und geschliffener daher. Durch das milde Tannin kann ­Bardolino auch etwas kühler getrunken werden und eignet sich so zu einer Vielzahl von Gerichten.

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