Blick aus dem Stadtteil Untertürkheim hinein in den Stuttgarter Kessel: Reben vor Industrie und Fußballstadion.

Weinstadt Stuttgart: Nüchterne Weinselige

Ulrich Sautter, 09.10.2018

Bevor Daimler, Porsche & Co. den Großraum Stuttgart zum Mekka der Industrie machten, lebte Stuttgart vom Weinbau. Und noch immer zählt die Stadt dreimal mehr Rebstöcke als Einwohner.

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Ein Hahn kräht. Und zwar gerade einmal zwei Seitenstraßen entfernt von einer vierspurigen Durchgangsstraße mit den üblichen urbanen Begleiterscheinungen: Tankstelle, Fitnessstudio und Schnellrestaurant, dazu die ratternde Straßenbahn in ihrem Gleisbett. Doch biegt man ab ins Wohngebiet, ist man im Nu durch die Siedlung hindurch und steht vor Feldern und Gewächshäusern. Und da braust auch schon ein Winzer auf einem sportlichen Schmalspurschlepper heran – Christoph Ruck kommt direkt aus dem Weinberg mit dem schönen Namen Cannstatter Zuckerle. Nur einen guten Kilometer entfernt schmiegt sich diese berühmte Lage in unzähligen kleinen Steilterrassen an den Flusslauf des Neckar.

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