Whisky & Whiskey – Das Problem der Vergleichbarkeit

Erhard Ruthner, 03.11.2016

Vergleiche von Whisk(e)y-Stilen und -Sorten: Ob das funktioniert erklärt der Falstaff Spirits-Experte.

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Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, denn oftmals hinken Vergleiche zwischen einzelnen Whiskynationen stark. Klassisches Beispiel: Ein schottischer Single Malt und ein amerikanischer Bourbon Whiskey. Scotch Single Malts bestehen aus 100% Gerstenmalz, lagern Minimum drei Jahre in gebrauchten Eichenfässern. Bourbon hingegen besteht aus einer Getreidemischung mit mindestens 51% Mais, hat keine Mindestlagerzeit (außer es findet sich das Wort »straight« auf dem Etikett), muss aber in neuen, ausgekohlten Eichenfässern gelagert werden. Insofern gibt es zwischen den beiden Destillaten, außer der Namensgleichheit Whisk(e)y kaum Vergleichbares. Richtig kompliziert wird es, wenn man kontinentaleuropäische Whiskysorten einbezieht. Allein in Österreich sind verschiedenste Getreidesorten, sowie Fasstypen im Einsatz. Insofern sind hier innerhalb des Landes kaum Anhaltspunkte für einen einheitlichen Stil auszumachen. Für Deutschland und die Schweiz lassen sich diese Beobachtungen bestätigen.

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