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Egon Müller bittet in den Salon. Der halbhoch getäfelte Raum im Erdgeschoß des altehrwürdigen Scharzhofs erfüllt eine Funktion, für die moderne Weingüter mindestens vier Gebäudeteile benötigen: Probenraum und Büro, Vinothek und Konferenzraum. Er tut dies auf seine eigene Weise, mit Polstersofa und Sesseln im Stil von Louis XV., mit einer kleinen Bibliothek am einen und einem offenen Kamin am anderen Ende des Raumes. Schon steht auch eine Flasche Wein auf dem Tischchen neben der Sitzgruppe, kellergrau und ohne Etikett. »Wir sind früh dran«, sagt Müller, und damit meint er nicht die Uhrzeit (halb drei Uhr nachmittags), sondern den Stand der Vegetation Anfang März 2017.
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