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»Chic Summer Places«: St. Moritz

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Der Sommer wird abwechslungsreich- ab sofort präsentiert LIVING wöchentlich die »Chic Summer Places« in den Alpen oder an den beliebtesten Seen. Aktuell: die Highlights der Schweizer Enklave St. Moritz! Was der mondäne Ort auch abseits des Winters zu bieten hat.

St. Moritzersee
© Jean Paul Wettstein via Pexels
St. Moritzersee

Der Winter hat St. Moritz berühmt gemacht, doch im Sommer zeigt die Engadiner Alpenmetropole einen anderen Rhythmus. Das Licht wird klarer, die Tage verlagern sich an den See und die Terrassen öffnen sich zur Landschaft. Zwischen St. Moritzersee und den Höhen rund um Corviglia wirkt der Ort entspannter, ohne etwas von seiner Eleganz zu verlieren.

Ein Sommer zwischen See und Höhe

Moritzersee, St. Moritz

St. Moritzersee

© Shutterstock, Eva Bocek

Der St. Moritzersee prägt das sommerliche Leben des Ortes. Wer ihn kennenlernen möchte, beginnt am besten mit der rund fünf Kilometer langen Runde entlang des Ufers, für die etwa eine Stunde eingeplant werden sollte. Etwas aktiver wird der Blick vom Wasser aus. Beim Segel-Club St. Moritz können Segel- und Ruderboote sowie SUP-Boards gemietet werden, auch begleitete Ausfahrten sind möglich. So zeigt sich die Alpenmetropole aus einer Perspektive, bei der der Sonnenhang und die großen Häuser über dem See besonders eindrucksvoll zusammenkommen.

Lej de Statz, St. Moritz
© Shutterstock, Sandro Koster
Lej de Statz, St. Moritz

Zurückgezogener liegt der Lej da Staz im Stazerwald. Statt großer Kulisse bestimmen ein Badesteg und nostalgische Umkleidekabinen den Sommertag, rund um das Ufer finden sich außerdem Picknickplätze. Ein schöner Tipp ist der Spaziergang von St. Moritz zum See und anschließend weiter nach Celerina oder Pontresina, von wo aus die Rückfahrt mit Bahn oder Bus möglich ist.

Piz Nair, St. Moritz
© Shutterstock, Ryszard Filipowicz
Piz Nair, St. Moritz

Für den Perspektivwechsel geht es hinauf Richtung Corviglia und Piz Nair. Der St. Moritzer Hausberg ist per Bergbahn erreichbar und öffnet auf 3.059 Metern den Blick über die Engadiner Seenlandschaft und die umliegenden Gipfel. Wer den Ausflug nicht bei der Aussicht belassen möchte, kann vom Piz Nair in Richtung Chantarella hinunterwandern. Die rund acht Kilometer lange Route dauert etwa zweieinhalb Stunden und führt den Sommertag von hochalpiner Kulisse wieder zurück Richtung St. Moritz.

Residieren mit Stil

Die großen Hotels gehören zum Bild von St. Moritz. Wer in St. Moritz übernachten möchte, hat die Wahl zwischen großen Grandhotels, zurückgezogenen Häusern oberhalb des Ortes und kleineren Luxusadressen mit privaterem Charakter. Für den Sommer lohnt sich vor allem der Blick auf die Lage. Nähe zum See, direkter Zugang zu Wanderwegen und großzügige Terrassen entscheiden darüber, wie sich der Ort erleben lässt. Diese drei Häuser zeigen unterschiedliche Seiten der St. Moritzer Hotelkultur.

Baldrutt´s Palace Hotel

Das Badrutt’s Palace Hotel prägt die Silhouette von St. Moritz wie kaum ein anderes Haus. Seine neogotische Architektur, die prominente Lage über dem See und der weitläufige Hotelpark geben ihm jene Grandezza, für die der Ort international steht. Im Sommer wird der Aufenthalt offener und weniger formell. Man wechselt zwischen Garten, Terrasse und Ort, während der See stets präsent bleibt. Die großzügigen öffentlichen Räume bewahren den Charakter eines klassischen Grandhotels, ohne schwer zu wirken. Für Gäste, die St. Moritz erstmals erleben, ist das Haus eine der stärksten Adressen, um Nähe zum Zentrum und ikonische Kulisse zu verbinden.

📍 Via Serlas 27, 7500 St. Moritz, Schweiz

Suvretta House

Deutlich zurückgezogener präsentiert sich das Suvretta House. Das Grandhotel liegt oberhalb von St. Moritz in unmittelbarer Nähe zu Wiesen, Waldwegen und den Routen rund um den Suvretta-Hang. Seine großzügigen Räume und die klassische Engadiner Architektur schaffen einen ruhigen Rahmen für Gäste, die den Sommer stärker aus der Landschaft heraus erleben möchten. Die Lage verleiht dem Aufenthalt eine eigene Weite, weil der Tag hier oft direkt vor der Hoteltür beginnt. Wer St. Moritz weniger über gesellschaftlichen Trubel und stärker über Bewegung, Panorama und Rückzug entdecken möchte, findet im Suvretta House den passenden Ausgangspunkt.

📍 Via Chasellas 1, 7500 St. Moritz, Schweiz

Carlton Hotel St. Moritz

Das Carlton Hotel St. Moritz setzt auf einen exklusiveren, persönlicheren Maßstab. Mit nur 60 Suiten und Junior Suiten bleibt das Haus bewusst überschaubar, jede Kategorie ist zum See und zur Bergwelt orientiert. Das Interior verbindet historische Details mit zeitgenössischer Eleganz und gibt den Räumen einen wohnlicheren Charakter als vielen klassischen Grandhotels. Großzügige Aufenthaltsbereiche und der Spa verstärken den privaten Eindruck des Hauses. Besonders im Sommer spielt die Terrasse ihre Stärke aus, wenn sich der Blick über den See öffnet und das Carlton fast wie ein diskreter Rückzugsort über St. Moritz wirkt.

📍 Via Johannes Badrutt 11, 7500 St. Moritz, Schweiz

»Wer St. Moritz im Juli besucht, sollte das British Classic Car Meeting vom 10. bis 12. Juli 2026 nicht verpassen. Wenn britische Oldtimer durch das Engadin fahren und sich zum Concours d’Élégance versammeln, zeigt der Ort eine besonders stilvolle Seite seines Sommers.«

LIVING Insider Tipp

LIVING Insider Tipp

Genuss mit Aussicht

Im Sommer gehört der schönste Tisch oft nach draußen. In St. Moritz verlagert sich ein Teil des gesellschaftlichen Lebens auf Terrassen und in Restaurants, deren Gestaltung ebenso viel Aufmerksamkeit verdient wie ihre Lage. Diese fünf Adressen zeigen unterschiedliche Seiten des Ortes.

Amaru im Kulm Hotel

Im Amaru im Kulm Hotel zeigt sich St. Moritz von einer farbintensiveren Seite. Das von Luke Edward Hall gestaltete Interior setzt kräftige Muster und expressive Details gegen die historische Kulisse des Hauses. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die mondän wirkt, aber deutlich weniger formell als das klassische Grandhotel-Bild. Für den Sommer 2026 ist das Restaurant vom 12. Juni bis Ende August geöffnet.

📍 Via Veglia 18, 7500 St. Moritz, Schweiz

Kulm Country Club

Eine andere Stimmung prägt den Kulm Country Club. Der historische Pavillon wurde von Norman Foster neu interpretiert und verbindet die sportliche Geschichte von St. Moritz mit einer klaren Architektursprache. Großzügige Fenster öffnen den Blick in die Landschaft, während Holz und textile Details dem Interior Wärme geben. Im Sommer spielt sich vieles auf der Terrasse ab, die sich für lange Lunches ebenso anbietet wie für einen Nachmittag, der ohne festen Zeitplan in den Abend übergeht.

📍 Via Maistra 41, 7500 St. Moritz, Schweiz

La Coupole – Matsuhisa

Unter der markanten Glaskuppel der ehemaligen Tennishalle gehört La Coupole – Matsuhisa zu den außergewöhnlichsten Räumen des Badrutt’s Palace. Die historische Struktur trifft auf eine kosmopolitische Atmosphäre mit Sushi-Bar und separatem Private-Dining-Bereich. Hinter dem Konzept steht Nobuyuki Matsuhisa, dessen internationale Restaurants für eine japanisch geprägte Handschrift mit peruanischen Einflüssen bekannt sind. Die großzügige Raumwirkung und der weitläufige Charakter geben der Adresse eine eigene Dynamik und fügen sich mit ihrer internationalen Handschrift stimmig in die Welt des Hauses ein.

📍 Via Serlas 27, 7500 St. Moritz, Schweiz

Paradiso Mountain Club & Restaurant

Hoch über dem Ort liegt das Paradiso Mountain Club & Restaurant. Im Sommer wird die Terrasse zum Mittelpunkt, mit weitem Blick über die Engadiner Landschaft und einer Atmosphäre, die Bergrestaurant und gesellschaftlichen Treffpunkt zusammenführt. Ein Pétanque-Feld auf der oberen Terrasse verstärkt den entspannten Clubcharakter und macht die Adresse zum passenden Ziel für einen Lunch, der gerne länger dauern darf. Das Paradiso ist auch während der Sommersaison 2026 geöffnet.

📍 Via Engiadina 3, 7500 St. Moritz, Schweiz

THE VIEW im Grace La Margna

Zeitgemäßer zeigt sich THE VIEW im Grace La Margna. Raumhohe Fenster öffnen den Blick über den St. Moritzersee und die Engadiner Berge, während das Interior eine entspannte Eleganz mit urbanem Anspruch verbindet. An warmen Tagen verlagert sich der Aufenthalt auf die Terrasse, am Abend sorgt das gedämpfte Licht im Restaurant für eine intimere Stimmung. Eine Adresse, die das jüngere St. Moritz ebenso überzeugend verkörpert wie den entspannten Rhythmus der Sommersaison.

📍 Via Serlas 5, 7500 St. Moritz, Schweiz

St. Moritz, aber anders

Abseits der großen Hotels und bekannten Luxusmeilen lohnt sich ein Blick auf jene Adressen, die St. Moritz moderner und persönlicher zeigen. Wer zwischen See und Berg einen Nachmittag für Kunst, besondere Mode oder neue Designideen reservieren möchte, findet rund um das Zentrum einige Orte, die bewusst mit dem klassischen Bild des Engadins brechen.

Deodato Arte Gallery

Für einen Abstecher in die internationale Popkultur führt der Weg zur Deodato Arte Gallery. Das Programm bewegt sich zwischen Pop Art und Street Art und zeigt Arbeiten von Künstler:innen wie Banksy, David LaChapelle oder Mr. Brainwash. Die Galerie eignet sich gut als kurzer Zwischenstopp während eines Nachmittags im Zentrum und bringt eine farbintensive, urbane Seite in den St. Moritzer Kunstbetrieb.

📍Via Rosatsch 10, 7500 St. Moritz, Schweiz

FRIDA – The Future of the Past

Mode mit Geschichte findet man bei FRIDA – The Future of the Past. Die Auswahl konzentriert sich auf sorgfältig kuratierte Vintage-Stücke aus unterschiedlichen Jahrzehnten, die weit über klassische Luxuslogik hinausweisen. Einzelstücke mit Charakter und eine sehr persönliche Auswahl machen die Adresse zu einem der interessanteren Shopping-Stopps in St. Moritz.

📍 Via Somplaz 5, 7500 St. Moritz, Schweiz

Super Mountain Market

Eine andere Seite des alpinen Lifestyles zeigt der Super Mountain Market. Der saisonale Concept Store versammelt Mode, Möbel, Keramik und besondere Objekte mit Bezug zum Alpenraum und versteht sich zugleich als Treffpunkt für eine kreative Community. Seit Sommer 2025 hat das Konzept ein neues Zuhause in St. Moritz und bringt Retail, Handwerk und zeitgenössische Gestaltung in einen angenehm ungezwungenen Rahmen.

📍 Via Stredas 4, 7500 St. Moritz, Schweiz

Get the Look

Gervasoni »Loll«, dining armchairs
Design by Paola Navone

»Loll«, dining armchairs von Gervasoni
Design by Paola Navone

© Gervasoni
CESEL-Geschirrsortiment von Patricia Urquiola.

»CESEL« Glasware von Patricia Urquiola.

Bild beigestellt
Hängelampe »Teresa« von Kartell

Hängelampe »Teresa« von Kartell

© Bild beigestellt
Servierplatten »Line-Up« von Annebet Philips für Serax

Servierplatten aus der Kollektion »Line-Up« von Annebet Philips für Serax

© Bild beigestellt

Im Interior zeigt sich der St. Moritzer Sommer heller und entspannter als sein winterliches Gegenstück. Dunkles Holz bleibt als Verbindung zur alpinen Architektur, bekommt jedoch mit hellen Stoffen und glatten Oberflächen eine leichtere Wirkung. Skulpturale Sessel, Tische aus Stein und präzise gesetzte Leuchten bringen jene Mischung aus Grandezza und Gegenwart in den Raum, die auch die besten Häuser des Ortes prägt. Kühles Blau kann als Akzent in Keramiken und Glasware auftauchen, während Creme- und Naturtöne die Räume ruhig zusammenhalten.

«Plastics Liberty« von Kartell

Outdoor Lounge «Liberty« von Kartell

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»Club Sol« Outdoor Collection, BEMZ, Classic Stripe in Terracotta

»Club Sol« Outdoor Collection von BEMZ, Classic Stripe in Terracotta

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»Deya Coffee Table« von Ferm Living

»Deya Coffee Table« von Ferm Living

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»Solene Fire Pit« von Ferm Living

»Solene Fire Pit« von Ferm Living

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Draußen darf der Look sportlicher werden. Großzügige Loungemöbel mit textilen Bezügen passen ebenso zum Engadin wie ein markanter Sonnenschirm und gestreifte Stoffe, die an Segelsport und Seeufer erinnern. Dazu kommen ein Coffe-Table, der vom Kaffee am Morgen bis zum späten Drink auf der Terrasse funktioniert und eine Feuerschale für kühlere Bergsommernächte. Entscheidend ist eine Gestaltung, die den Blick in die Landschaft nicht konkurriert, sondern ihm Raum lässt.

St. Moritz im Sommer

Vielleicht zeigt St. Moritz seine interessanteste Seite gerade dann, wenn der Schnee verschwunden ist. Der Ort verliert nichts von seiner Eleganz, öffnet sich aber stärker zur Landschaft. Die Tage beginnen am Wasser, führen hinauf in die Höhe und enden auf einer Terrasse mit Blick über das Tal. Als Auftakt von »Chic Summer Places« steht St. Moritz für einen Sommer, in dem Landschaft und Stil eine besondere Leichtigkeit entwickeln.

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