© Althammer Hochuli Architekten/Hannes Henz

Wenn Architekten Badefreuden entdecken, lassen sie alle Hüllen fallen und werfen sich mit Lust ins Ungewohnte. Wir stellen die ungewöhnlichsten Spa-Bauten vor!

26.12.2019 - By Maik Novotny

Tamina Therme, Grand Resort Bad Ragaz, resortragaz.ch

Tamina Therme, Grand Resort Bad Ragaz, resortragaz.ch

© Vision Studios

KLOSTER-ASKESE

Selbst Hightech-Architekten lassen sich von solchen Aufgaben zur Askese verführen. »Der Grundriss folgt dem klassischen Konzept eines Klosters«, beschreibt Christoph Ingenhoven von Ingenhoven Architects das von ihm entworfene »Resort Lanserhof« am Tegernsee. »Hier gilt das Prinzip ›less is more‹ – mit Zurückhaltung im Design und einfachen Materialien.« Ingenhoven, der sonst Hochhäuser von Singapur bis Sydney entwirft, hat inzwischen weitere Lanserhof-Spas in Sylt und London gestaltet – auch für Architekten ein Wellness-Erlebnis abseits globaler Anstrengungen.

Als besonderer Spa-Hotspot darf hier die Schweiz gelten. Nicht nur Zürich mit seiner Seebad-Tradition, auch die alpinen Traditionshotels holen sich namhafte Architekten ins Haus, um über Jahre an Konzepten zu feilen. Mal minimalistisch beim ehrwürdigen »Waldhaus Hotel« in Sils-Maria, dem Miller & Maranta Architekten einen Sichtbeton-Anbau zwischen die Nadelbäume stellten. Oder märchenhaft-opulent wie die Tamina Therme in Bad Ragaz, die formverliebt jede Zurückhaltung fallen lässt. Im heißen Wasser wird eben selbst der sprödeste Schweizer weich.

Erschienen in:

Falstaff LIVING Nr. 06/2019

Genuss – das ist zentrales Thema der Falstaff-Magazine. Nun stellen wir das perfekte Surrounding dafür in den Mittelpunkt. Das Ambiente beeinflusst unsere Sinneseindrücke – darum präsentiert Falstaff LIVING Wohnkultur und Immobilien für Genießer!

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