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»Knife, Fork, Spoon 3.0«: Besteck aus dem 3D-Drucker

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In Kopenhagen zeigte »Knife, Fork, Spoon 3.0« zwölf 3D-gedruckte Besteckserien. Wir werfen einen Blick auf die Entwürfe.

Nach ihrer Präsentation bei 3daysofdesign in Kopenhagen ist die von Dung Ngo kuratierte Ausstellung »Knife, Fork, Spoon 3.0« nun im Denver Art Museum zu sehen. Im Mittelpunkt stehen Messer, Gabel und Löffel, die nicht gestanzt oder gepresst, sondern im 3D-Druck aus gesintertem Edelstahl gefertigt wurden.

Gitterstrukturen, florale Details und fein abgestufte Materialverläufe eröffnen Formen, die mit klassischen Herstellungsverfahren kaum umsetzbar wären. Trotz dieser gestalterischen Freiheit bleibt die Funktion entscheidend, denn auch die ungewöhnlichsten Entwürfe müssen sich im Gebrauch bewähren.

Marcin Rusak lässt Pflanzen über den Stahl wachsen

Für »Ghost Orchid« legt Marcin Rusak Blätter, Blüten und unregelmäßige Verzweigungen über die Besteckteile. Die floralen Strukturen knüpfen an seine Beschäftigung mit Orchideen und digital entwickelten Pflanzenformen an und lassen den Edelstahl wie ein organisch gewachsenes Material erscheinen.

David Wiseman verbindet drei Naturreiche

Mit »Three Kingdoms (Animalia, Plantae, Fungi)« überträgt David Wiseman Formen aus dem Tier-, Pflanzen- und Pilzreich auf ein Besteckset. Feine Verzweigungen und durchbrochene Strukturen prägen die Griffe, während die einzelnen Teile so gestaltet sind, dass sie ausgewogen in der Hand liegen.

Greg Lynn bringt einen Entwurf von 2007 zurück

»FORM 2007« entstand bereits 2007 im Auftrag von Alessi, konnte damals aufgrund technischer Grenzen jedoch nur eingeschränkt umgesetzt werden. Für die Ausstellung wurde Greg Lynns Entwurf 2026 erneut im 3D-Druck gefertigt und zeigt damit, wie stark sich das Verfahren innerhalb von knapp zwei Jahrzehnten weiterentwickelt hat.

SO–IL löst die Oberfläche auf

Solid Objectives Idenburg Liu, kurz SO–IL, reduziert Messer, Gabel und Löffel bei »TBLW.AIR« auf offene dreidimensionale Raster. Die äußeren Konturen bleiben erhalten, während sich die geschlossenen Flächen teilweise auflösen und die Grenze zwischen praktischem Werkzeug und gestalterischem Experiment verschieben.

Jolie Ngo überträgt digitale Formen auf Edelstahl

Bei »Anima« übersetzt Jolie Ngo ihre farbintensive, digital geprägte Formensprache in ein monochromes Besteckset. Überzeichnete Proportionen und weich geführte Konturen verleihen den einzelnen Teilen einen spielerischen Charakter.

Kleine Werkzeuge mit neuen Möglichkeiten

Die fünf Serien verfolgen sehr unterschiedliche Ansätze, von offenen Rastern bis zu floralen Oberflächen. Gemeinsam zeigen sie, wie digitale Fertigung vertraute Alltagsgegenstände verändern kann, ohne dass Messer, Gabel und Löffel ihre ursprüngliche Aufgabe vollständig verlieren.

Sebastian Krebitz
Sebastian Krebitz
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