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Organische Architektur: Naturnahes Bauen

Die Natur als Inspiration, wenige Ecken und Kanten, stattdessen geschwungene, harmonische Formen und eine Bauweise, die in Einklang mit der Landschaft steht. Das macht organische Architektur aus. Was zum Ende des 20. Jahrhunderts eine Trendwende in der Architektur markierte, findet sich heute in Teilen im Konzept des ökologischen Bauens wieder.

16.11.2022 - By Redaktion

Erich Mendelsohn, Rudolf Steiner, Alvar Aalto, Antoni Gaudí, Friedensreich Hundertwasser oder Frei Otto und Frank Lloyd Wright  – sie alle zählen zu den Vertretern einer Stilrichtung, die sich organische Architektur nennt. Was sie eint, ist der Versuch, Gebäude zu errichten, die der Natur möglichst nahe kommen. Die Form sollte sich dabei aus der Funktion heraus entwickeln, ihr jedoch nicht untergeordnet werden, wie es beispielsweise das Mantra der Designschule Bauhaus war. Dabei reicht das Spektrum der unzähligen Bauten dieser Richtung von bunt-künstlerisch bis fast schon brutalistisch-einschüchternd, denn klare Regeln, wie genau organische Architektur auszusehen hat, gibt es nicht. Ähnlich verhält es sich heute mit dem ökologischen Bauen, bei dem manche Architekt:innen ganzheitlich denken, während sich andere vorwiegend auf Material und Funktion konzentrieren. 

Gerade in der heutige Zeit erfahren jedoch ökologische Denk- und Bauweisen einen neuen Aufschwung, der nicht selten da anknüpft, wo die Vorreiter der organischen Architektur aufhörten. So sind beispielsweise Lehm und Holz, aber auch natürliche Dämmstoffe wie Hanf zunehmend gefragt, wie das Beispiel der Alnatura-Zentrale in Darmstadt zeigt. Star-Architektin Zaha Hadid erschafft darüber hinaus gigantisch geschwungene Gebäude, Aga Khan- Preisträgerin Anna Heringer begeistert mit nachhaltigen Gebäuden, bei deren Entstehung regionale Materialien zum Einsatz kommen und die lokale Wirtschaft gestärkt wird, während so manches luxuriöse Traumhaus so sehr in die Natur eingegliedert wird, das es darin fast zu verschwinden scheint. 

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