Rem Koolhaas und sein Architekturbüro OMA im Porträt

Wojciech Czaja, 08.02.2024

Vor 45 Jahren schrieb Rem Koolhaas sein berühmtes Buch »Delirious New York«, heute phantasiert das Architekturbüro OMA in derselben Radikalität Räume mit riesigen Dimensionen und noch nie gesehenen Baumaterialien herbei – zum Beispiel aus Licht, Blech und Schleim. Ein Porträt.

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Als das italienische Modelabel Prada letztes Jahr die Männerkollektion Frühjahr Sommer 2024 vorstellte, staunten die geladenen Gäste nicht schlecht. Zu Beginn der Show war der Deposito in der Fondazione Prada – im mittlerweile weltberühmten Industriepark Largo Isarco im Süden Mailands – an Boden, Decke und Säulen flächendeckend mit Riffelblech aus Aluminium verkleidet. Sogar die Sitzbänke für Fashion-VIPs und Presse­vertreter:innen folgten der eiskalten, fast schon klinisch-chirurgischen Ästhetik. Doch kaum stolzierten die ersten Mannequins über den Laufsteg, um die Kollektion unter dem Titel »Fluid Form« vorzustellen, ergossen sich von oben herab schleimige Wasserfälle durch den Raum. Unten angekommen, bildete der Schleim grünlich leuchtende Pfützen. Die Fotos gingen um die Welt.

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