Der luxuriöse 507 von 1955 mit V8-Motor für den Einzug in den US-Markt.

100-jähriges Kraftpaket: BMW

Timo Völker, 16.06.2016

Sportlichkeit, technische Brillanz und gepflegte Macho-Attitüde: Es gibt nicht viele Automarken, die beim Erwähnen ihres Namens ein so klares Bild hervorrufen. Dabei hat BMW eine äußerst wechselhafte Geschichte.

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Wer jetzt zum Champagner greift, um 100 Jahre BMW zu feiern, sollte sicherheitshalber ein paar gekühlte Flaschen aufbewahren – es folgen noch einige weitere Jubiläen im Zeichen des blau-weißen Propellers. Denn zunächst stoßen wir nur auf die Gründung der Marke im Jahr 1916 an, mitten im Ersten Weltkrieg, als das Unternehmen ausschließlich Motoren für militärische Flugzeuge herstellte. Sagen wir einfach einmal, dass es besonders gute Flugzeugmotoren waren, was allerdings nicht verhindern konnte, dass Deutschland den Krieg verlor. In den ersten Jahren nach Kriegsende war dem Werk die Produktion solcher Aggregate verboten, woraufhin man umsattelte – auf die Produktion von Motorrädern, deren erstes 1923 präsentiert wurde. Dass heutige Bikes von BMW durchwegs die gleichen Konstruktionsmerkmale wie das Urmodell aufweisen, allen voran den so typischen, zu beiden Seiten in den Fahrtwind ragenden Boxermotor, darf man schon als Hinweis verstehen, dass Tradition und die Pflege gewisser Eigenarten zu den Markenzeichen der stolzen Münchner gehören. Ob es jemals etwas mit der zivilen Fliegerei werden sollte, war in jenen Jahren äußerst zweifelhaft; als sicher galt aber schon, dass dem Automobil die Zukunft gehörte. BMW stieg 1928 mit der Übernahme eines Herstellers von Kleinwagen in die Autoproduktion ein – aus dem beliebten, in englischer Lizenz gefertigten Dixi wurde der BMW 3/15, der 1929 als leicht verbesserte Dixi-Version auf die Straßen rollte.

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